Drifter 0+

Sebastian Heidinger, D 2007, German / Czech and English subtitles, 82 min
Drifter

Host: Nils Bökamp

In seinem Debütfilm dokumentiert Sebastian Heidinger den Alltag dreier jugendlicher Obdachloser rund um den Berliner Bahnhof Zoo, der spätestens seit „Die Kinder von Bahnhof Zoo“ zu einem Symbol für ein Leben am äußersten Rande der Gesellschaft geworden ist. Die heutigen Kinder vom Bahnhof Zoo heißen Aileen (16), Angel (23) und Daniel (25). Sie sind aus ihren engen Heimatdörfen an diesen grauen Transitort geflohen, sind drogenabhängig und prostituieren sich, um ihre Sucht zu finanzieren. Anschaffen gehen, Fixen, Essen und Schlafen - auch ein Leben am Abgrund verläuft in gleichförmigen Bahnen, hat seine Routinen.

Nach intensiver Vorarbeit begleitete Sebastian Heidinger die drei Jugendlichen neun Monate lang an die Orte ihres Alltags. Sein Film lässt sich dabei ganz auf die Lebenswelt von Aileen, Angel und Daniel ein, er verzichtet auf jegliche Form eines erklärenden Kommentars und auf die Suche nach den Gründen für ihre ausweglose Lage. Stattdessen schaut die Kamera nüchtern und beharrlich auf die schwer zu ertragende Gegenwart, sie zeigt das Heroinspritzen in den Bahnhofsklos, die immer wieder kehrende Suche nach einem Schlafplatz und die Kontakte mit Freiern und Bereitschaftsärzten.

Drifter wurde auf der Berlinale im Jahr 2008 mit dem Preis „Dialogue en Perspective“ ausgezeichnet.


Drifter is Sebastian Heidinger’s directorial debut in which he documents the ordinary life of three young homeless people who live by Berlin’s Bahnhof Zoo station which, thanks to the well known novel We Children from Zoo Station became a symbol for the life on the edge. Today’s children from the Zoo Station are called Aileen (16), Angel (23), and Daniel (25). They ran away from their small-town families and ended up at this bleak and gray transit station. They are drug addicts who prostitute themselves in order to get another fix. Even a life above the abyss has its unchanging stereotypes – prostitution, shooting up, eating, sleeping… After an intensive preparation Sebastian Heidinger followed these young people for a period of nine months. The documentary portrays Aileen, Angel, and Daniel’s world without commenting it or analyzing their hopeless situation. The camera soberly and persistently follows their unbearable reality – from shooting up heroin at the station’s public toilets, and looking for a place to sleep, to their contacts with “customers” and emergency doctors.

Rating and reviews

 

Chci odebírat newsletter

Kliknutím na tlačítko "Přihlásit se" souhlasím se zasíláním newsletteru na uvedenou emailovou adresu.